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Häkelanleitung für einen kuscheligen Poncho  

Gerade in den Übergangszeiten im Frühjahr und Herbst ist es oft noch zu warm für eine dicke Jacke, aber auch ein wenig zu frisch, um ohne Jacke aus dem Haus zu gehen. Eine ideale Lösung kann dann ein Poncho sein. Er hält angenehm warm, ist gleichzeitig aber schön luftig.

Im Winter kann ein kuscheliger Poncho aber auch über der Jacke getragen werden und so für zusätzliche Wärme sorgen.

 

 

Besonders schön ist es dann natürlich, wenn der Poncho selbst angefertigt wurde, und dies ist gar nicht so schwer. Eine Idee, wie selbst Anfänger einen kuscheligen Poncho häkeln können, stellt die folgende Anleitung vor.

Dabei wird dieser Poncho mit einem Streifenmuster aus dunkelgrauer, hellgrauer und weißer Wolle gehäkelt und besteht aus vier 50 x 50cm großen Quadraten. Selbstverständlich können die Quadrate aber auch größer oder kleiner gearbeitet werden. 

 

Eine Häkelanleitung für einen kuscheligen Poncho

1. Schritt: eine Maschenprobe anfertigen

Auch wenn viele am liebsten auf die Maschenprobe verzichten und direkt mit der Häkelarbeit beginnen würden, ist die Maschenprobe wichtig. Auf den Banderolen ist zwar angegeben, welche Nadelstärke geeignet ist und wie viele Maschen und Reihen für ein 10cm großes Quadrat benötigt werden. Allerdings sind diese Angaben Empfehlungen und Richtwerte.

Jeder häkelt ein wenig anders, der eine lockerer und der andere fester, so dass es durchaus Abweichungen geben kann. Um sicherzustellen, dass die Arbeit später auch wirklich die richtigen Maße hat und um gleichzeitig ein Gefühl für die verwendete Wolle zu bekommen, ist eine Maschenprobe deshalb sehr sinnvoll.

Für die Maschenprobe werden so viele Maschen angeschlagen und über so viele Reihen gehäkelt, dass sich ein Quadrat mit 10cm Kantenlänge ergibt. Gearbeitet wird dabei, wie beim Poncho später auch, mit festen Maschen. 

 

2. Schritt: die Quadrate häkeln

Der Poncho besteht aus vier Quadraten, die jeweils 50 x 50cm groß sind.

·        
Für das erste Quadrat werden nun so viele Luftmaschen angeschlagen, dass die Luftmaschenkette 50cm lang ist. Für die erste Luftmasche wird das Garn dabei zu einer Schlaufe geformt und der Faden mithilfe der Häkelnadel durch diese Schlaufe als neue Schlinge nach vorne geholt.

Für die nächste Luftmasche wird die Häkelnadel von unten hinter den Faden geführt und durch die eben gebildete Schlaufe wieder nach vorne geholt. Für den Maschenanschlag wird in diesem Beispiel die dunkelgraue Wolle verwendet.

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Mit der dunkelgrauen Wolle geht es nun über 11cm weiter. Dabei wird als erstes eine Wendeluftmasche gehäkelt. Die Wendeluftmasche ist erforderlich, damit das Häkelquadrat gerade Kanten erhält. Eine Wendeluftmasche ist im Prinzip eine ganz normale Luftmasche. Allerdings wird nach der Wendeluftmasche die erste Masche der Häkelarbeit übersprungen und stattdessen in die zweite Masche eingestochen. Dadurch sitzt die Wendeluftmasche auf der ersten Masche und sorgt für die notwendige Höhe.

Alle weiteren Maschen werden nun als feste Maschen gehäkelt. Dafür wird die Häkelnadel in die jeweils nächste Masche eingestochen und eine Schlinge herausgezogen. Dadurch befinden sich dann zwei Schlingen auf der Häkelnadel. Dann wird das Garn mithilfe der Häkelnadel durch diese beiden Schlingen gezogen. So wie diese Reihe werden nun alle folgenden Reihen gehäkelt.

Das bedeutet, eine Reihe beginnt immer mit einer Luftmasche und alle anderen Maschen werden als feste Maschen gearbeitet.

·        
Ist der Streifen 11cm hoch, wird zur hellgrauen Wolle gewechselt. Hierfür werden die Wendeluftmasche und die festen Maschen der entsprechenden Reihe einfach mit dem neuen Garn gehäkelt. Gleichzeitig wird das Ende des dunkelgrauen Fadens über die Maschen der Vorreihe gelegt.

Wenn nun die Maschen gehäkelt werden, wird der alte Faden mit eingehäkelt. Dadurch müssen die Fäden später nicht vernäht werden und es entstehen auch keine unschönen Knoten am Rand.

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Ist auch der hellgraue Streifen 11cm hoch, geht es mit der weißen Wolle weiter. Der weiße Streifen wird aber nur 3cm hoch gearbeitet.

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Danach wird die Streifenfolge aus dunkelgrauem, hellgrauem und weißem Streifen noch einmal wiederholt. Das Quadrat sollte nun 50cm breit und 50cm hoch sein.  
Genauso wie das erste Quadrat werden nun noch drei weitere Quadrate gehäkelt. 

[Grafik-Anleitung Poncho häkeln] 

 

3. Schritt: die Quadrate zusammenhäkeln

Damit aus den Quadraten ein Poncho wird, werden sie nun mit der weißen Wolle zusammengehäkelt. Hierfür werden zwei Quadrate rechts auf rechts, also mit den schönen Seiten aufeinandergelegt. Die Verbindungskanten sind in der Grafik mit roten Linien gekennzeichnet. Das Zusammenhäkeln beginnt nun an der Außenkante.

Dafür wird die Häkelnadel durch die beiden Endmaschen gestochen und der Faden mithilfe der Häkelnadel durch beide Schlingen gezogen. Anschließend wird in die beiden nächsten Maschen eingestochen und der Faden erneut durch die Schlingen gezogen. So geht es weiter, bis der Abstand zur oberen Kante nur noch 6cm beträgt. Die letzten 6cm bleiben offen, denn sie bilden später den Halsausschnitt.

Deshalb werden hier nur die Kanten und die Ecken umhäkelt. Dafür wird nur in die Randmaschen des ersten Quadrats eingestochen und es werden feste Maschen gearbeitet. Ist die Ecke erreicht, werden in diese letzte Masche drei feste Maschen gehäkelt, um so um die Ecke zu kommen.

Danach wird die Gegenseite wieder mit festen Maschen umhäkelt, bis die Stelle, an der die Quadrate zusammengehäkelt sind, erreicht ist. Nach dem gleichen Schema werden dann auch die übrigen Quadrate miteinander verbunden und die Ecken umhäkelt.  

 

4. Schritt: eine Kordel einziehen

Im Prinzip ist der Poncho nun bereits fertig. Wer möchte, kann am Halsausschnitt aber noch eine Kordel einziehen. Hierfür wird von jeder Wolle ein drei Meter langes Stück abgeschnitten und in der Mitte zusammengeknickt. Etwa 3cm vom Knick entfernt wird nun ein Knoten über alle Fäden gemacht. Anschließend werden die Fäden zu einem normalen Zopf geflochten, wobei ein Strang aus jeweils zwei Fäden in der gleichen Farbe besteht.

Ist die Kordel fertig, werden die Enden auf eine Wollnähnadel aufgefädelt. Dann wird die Nadel in der vorderen Mitte eingestochen, am Halsausschnitt entlang ein Stückchen weiter geführt, nach vorne geholt, wieder etwas weitergeführt, erneut nach hinten eingestochen und immer so weiter, bis der Ausgangspunkt wieder erreicht ist.

Nun wird auch auf der anderen Seite der Kordel ein Knoten gebunden. Zum Schluss wird die Kordel so gezogen, dass beide Enden gleichlang sind und damit ist der Poncho fertig.

 

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